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Skandal im Schlachthof Waldkraiburg








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„Einen dermaßen dreisten Rechtsbruch habe ich noch nie erlebt"

Skandal im Schlachthof Waldkraiburg


 

Rosenheim, den 19. Juli 2012 - Seit Freitag, den 29. Juni, jagt ein Gerücht das andere: Was ist mit den Zerlegern und Schlachtern am Schlachthof Waldkraiburg? 


Hintergrund ist die Insolvenz der Firma „Global", die dort mittels Werkvertrag die Zerlegung und Schlachtung erledigte.

Noch am Tag der Insolvenzeröffnung, am 29. Juni, stand der Nachfolger der Pleitefirma „Global“, die „CCF", in den Startlöchern. Aber anstatt alle Arbeitnehmer zu gleichen Rechten und Konditionen zu übernehmen, wie vom Gesetzgeber verlangt, wurden die Beschäftigten in einer Versammlung aufgefordert, einen Aufhebungsvertrag und einen abgeänderten, neuen Arbeitsvertrag zu unterschreiben. Dies haben viele Arbeitnehmer wohlweisslich aber nicht gemacht, deswegen wurde Ihnen am Montag darauf, am 2. Juli, der Zugang zum Schlachthof verwehrt.

„Einen dermaßen dreisten Rechtsbruch habe ich noch nie erlebt", empört sich Georg Schneider, Geschäftsführer der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) in Rosenheim. „Mindestens die Einhaltung der bescheidenen Konditionen von „Global“, mit Anerkennung der Betriebszugehörigkeit, muss von der Nachfolgefirma „CCF" verlangt werden", so Schneider.

Die Gewerkschaft NGG hat für die rechtliche Vertretung aller betroffenen Arbeitnehmer gesorgt und setzt sich dafür ein, dass sie im Schlachthof weiterarbeiten können.

Um die Lücke der rund 50 Entlassenen zu schließen, werden seitdem auch zusätzliche Arbeitnehmer, vermutlich über einen Werkvertrag der rumänischen Firma „Salamandra", im Schlachthof eingesetzt.

In deren Arbeitsverträgen, die der NGG zugespielt wurden, ist von einem Bruttomonatslohn von umgerechnet 173,- Euro die Rede. Gerüchteweise soll dieses karge Entgelt noch mit einem sogenannten „Entsendelohn" aufgestockt werden, der aber vertraglich nicht festgelegt scheint und über dessen Höhe nichts bekannt ist. In diesen Arbeitsverträgen sind auch drastische Vertragsstrafen aufgeführt: Im Einzelfall bis zu 2.000,- Euro, aber auch „Gruppenstrafen" bis zu 5.000,- Euro. „Das ist tiefstes Mittelalter", so Schneider. „Dass der Betreiber des Schlachthofes, VION, einer der größten Fleischkonzerne Europas, solche Zustände duldet, ist skandalös", sagt der Gewerkschafter Schneider.

Für den heutigen Donnerstag, 19. Juli, hat die Gewerkschaft NGG zu einer Demonstration aufgerufen. Beginn ist um 10 Uhr am Stadtplatz vor dem Rathaus. Nach Redebeiträgen, auch aus der Politik, folgt ein Demonstrationszug zum Schlachthof.

 

 

Ihr Ansprechpartner:

Georg Schneider, Mobil 0171 / 761 98 68


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Letzte Änderung am 19.07.2012 um 13:40 Uhr. 

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